Alert Plus sammelt jeden Alarm im Gebäude an einer Stelle, ob er über BACnet, Modbus, KNX oder DALI kommt, lässt Sie die Alarmklassen selbst festlegen und ergänzt Priorisierung, akustische Meldung, E-Mail- und Mobilbenachrichtigungen, einen Audit-Trail und vieles mehr, und läuft eingebettet im SCADA-Bild des Automationsservers: eine Anwendung für das Alarmmanagement.

Steuern reicht nicht; man muss auch hinsehen
Ein Gebäude zu betreiben genügt nicht; es muss ununterbrochen beobachtet werden. Jedes von Dutzenden Teilsystemen erzeugt seine eigene Meldung: eine Störung, ein überschrittener Grenzwert, eine schwächelnde Batterie. Werden diese Meldungen nicht in eine Ordnung gebracht, geht ein kritischer Alarm zwischen Hunderten belangloser Meldungen unter; dicht aufeinander folgende Alarme lassen den Betreiber nicht mehr handeln; und es wird unklar, welcher Alarm von wem und wann quittiert wurde. Die Alarmdisziplin, die große GLT-Plattformen über Jahre entwickelt haben, war bislang die fehlende Schicht auf dem Automationsserver. Genau diese Lücke schließt Alert Plus.

Es holt sich das Bild selbst
Alert Plus läuft eingebettet im SCADA-Grafikbild des Automationsservers; es braucht keine eigene Alarmstation, keine zusätzliche Hardware und keine zweite Software. Der entscheidende Punkt ist dieser: Auf welcher Seite der Betreiber auch gerade ist — im Alarmfall kommt das Alarmbild von selbst in den Vordergrund. Der Alarm wartet nicht darauf, bemerkt zu werden; er holt sich das Bild. Dass eine kritische Lage sofort gesehen wird, ist durch den Entwurf gesichert und nicht durch Gewohnheit.

Die Alarmlogik
Alert Plus behandelt einen Alarm nicht als einfachen Ein/Aus-Eintrag; es führt jeden Alarm als lebenden Datensatz, dessen Zustand es vom Auftreten bis zum Abschluss verfolgt. Der Zustand des Alarms und die Frage, ob der Betreiber ihn gesehen hat, werden getrennt geführt; fällt die Ursache weg, geht der Alarm von selbst in den Normalzustand zurück. Jeder Alarm trägt eine Priorität im Bereich 0-255, wobei die niedrigere Zahl die dringendere ist — diese umgekehrte Logik stammt aus der internationalen Norm der Gebäudeautomation. Farbe, Ton sowie die Regeln für Quittierung und Notiz bezieht ein Alarm aus seiner Alarmklasse: Das Verhalten wird für Alarme ähnlicher Bedeutung einmal festgelegt, und jeder Alarm dieser Gruppe erbt es. Ein Alarm, der in kurzen Abständen wiederkehrt, wird mit einem Zähler auf eine Zeile zusammengefasst; läuft eine bekannte Wartung, wird der Alarm mit Dauer und Begründung ausgeblendet und geht dabei nicht verloren.

Die Normen dahinter
Das Alarmmodell in Alert Plus ist an den eingeführten Grundsätzen des industriellen Alarmmanagements entworfen: ANSI/ISA-18.2 und IEC 62682 für den Lebenszyklus des Alarms und seine Zustände, EEMUA 191 für die Rationalisierung der Alarme und eine ausgewogene Prioritätsverteilung sowie BACnet (ISO 16484-5) für die Begriffe Priorität 0-255 und Meldeklasse. Das ist ein Entwurfs- und Konformitätsansatz.

Der richtige Alarm zur richtigen Person
Eine kritische Lage wird auf dem Bild gesehen und gehört; weil in jedem Moment nur der Alarm mit der höchsten Priorität tönt, entsteht kein Lärm. Jeder Empfänger von E-Mails und Benachrichtigungen hat seine eigene Prioritätsschwelle: Der Objektleiter erhält nur die kritischsten Alarme, der Techniker vor Ort nahezu alle. Alarme, die die Schwelle überschreiten, werden nicht einzeln verschickt, sondern zu einer einzigen Zusammenfassung gebündelt; dieselbe Meldung kommt zugleich in der eigenen App des Automationsservers an. Nichts davon braucht einen Dienst Dritter.

Lokal und ununterbrochen
Alle Alarmdaten und die gesamte Alarmlogik liegen auf dem Automationsserver; selbst wenn das Internet oder die Cloud-Verbindung ausfällt, laufen Sammeln, Priorisieren und Nachweisen ohne Unterbrechung weiter. Die dauerhafte lokale Datenbank hält Millionen Datensätze sicher; die gemessene Kapazität liegt bei 3 Millionen Alarmen. Ein Backup wird von Hand heruntergeladen oder nach Zeitplan an einen Dateiserver gesendet. Am Ende bleiben die Daten auf der Hardware des Kunden und gehören dem Kunden.

Anbindung ohne Aufwand
Jede Anwendung auf dem Server übergibt ihren Alarm in einer gemeinsamen, festgelegten Form an Alert Plus. Ob die Quelle BACnet, Modbus, KNX oder DALI ist: Der Alarm wird auf der Anwendungsebene gesammelt und ist damit vom Feldprotokoll unabhängig. Kommt eine neue Anwendung auf den Server, fließen ihre Alarme ohne zusätzliche Einstellung in die Zentrale. Erkennt zum Beispiel die Anwendung für die Notbeleuchtung an einer Leuchte eine Batterie- oder Konverterstörung, fällt die Störung von selbst in die zentrale Liste; sogar die dafür nötigen Alarmklassen werden automatisch angelegt, mit vorgeschlagener Farbe und vorgeschlagenem Ton.
Die Anwendung aus diesem Beispiel ist auf der Seite Notbeleuchtung und DALI-Störungen beschrieben.

Das Betreiberbild
Das Bild, auf das der Betreiber den ganzen Tag schaut, ist die Alarmliste in Echtzeit. Oben stehen vier laufende Zähler: alle offenen Alarme, die noch nicht quittierten, die noch anstehenden und die ausgeblendeten. Jede Zeile zeigt ihre Dringlichkeit über die Farbe; die Zustandsspalte fasst auf einen Blick zusammen, ob die Ursache anhält und ob der Alarm gesehen wurde. Einen Alarm zu quittieren heißt „ich habe das gesehen und übernommen“; in kritischen Klassen schreibt der Betreiber zusätzlich auf, was er getan hat, und jede Handlung geht in einen Audit-Trail ein, der sich nachträglich nicht ändern lässt. Ein vergessener Filter kann keine kritischen Alarme verbergen; der Filter setzt sich nach einer festgelegten Zeit selbst zurück. Die Liste auf dem Bild wird mit allen Feldern in einen Bericht ausgegeben, für die Schichtübergabe oder eine Prüfung.

So arbeitet Alert Plus: Einführung
Was Alert Plus tut: Alarme an einer Stelle sammeln, priorisieren, im Alarmfall das Bild in den Vordergrund holen und die Meldung zur richtigen Person bringen.
Häufige Fragen
Hängt Alert Plus an der Cloud?
Nein. Alarmlogik und Daten laufen lokal auf dem Server; E-Mail- und Mobilbenachrichtigungen sind zusätzliche Wege.
An welchen Normen ist es ausgerichtet?
Es ist in Anlehnung an die Grundsätze von ISA-18.2, IEC 62682, EEMUA 191 und BACnet entworfen.
Lassen sich Alarme aus verschiedenen Protokollen gemeinsam führen?
Ja; Alarme aus BACnet, Modbus, KNX und DALI werden auf der Anwendungsebene in einem gemeinsamen Rahmen gesammelt.
Wie kommt es in das SCADA-Bild?
Es wird als Fenster in eine Grafikseite eingebettet; kommt ein kritischer Alarm, holt sich die Alarmseite das Bild des Betreibers von selbst.
Wie wird es installiert?
Es wird aus dem Store in Sona Application Center mit der Kategorie BMS installiert; ist die Installation fertig, erscheint es als Anwendung auf dem Hauptbild des Servers.
Wie erreichen Alarme E-Mail und Telefon?
Jeder Empfänger hat seine eigene Prioritätsschwelle; Alarme, die sie überschreiten, werden nicht einzeln verschickt, sondern zu einer einzigen Zusammenfassung gebündelt und per E-Mail gesendet. Dieselbe Meldung kommt zugleich in der App des Automationsservers an. Ein Dienst Dritter ist nicht nötig.
Wie lange bleibt die Alarmhistorie erhalten?
Alarmhistorie und Handlungsnachweis liegen in der dauerhaften lokalen Datenbank auf dem Server; die gemessene Kapazität liegt bei 3 Millionen Alarmen. Ein Backup lässt sich von Hand herunterladen oder nach Zeitplan an einen Dateiserver senden.
Alert Plus ist in der BMS-Lizenz enthalten und wird aus dem Store in Sona Application Center installiert.
Die Anwendung läuft auf dem Automationsserver Sona BMS. Sind auf der Liegenschaft Touchpanels gewünscht, binden sich SonaHMI-Panels an dieselbe Plattform an.
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